Law for Fame mit Kira- wer schreibt da eigentlich?

Kira schreibt für uns im monatlichen Newsletter immer dann, wenn es relevante Gesetzesänderungen für den Arbeitsmarkt gibt. dabei betrachtet sie genau, was sich für uns verändern könnte und analysiert aus weiblicher Sicht.

Wer bist Du? Kira

Kira Falter (wie der Schmetterling 🙂 )

Was ist Dein Job?

Ich bin Anwältin in einer großen Wirtschaftskanzlei und beschäftigte mich ausschließlich mit Arbeitsrecht. Dafür aber mit allen rechtlichen Facetten, die der Arbeitsalltag zu hergibt – das ist viel spannender und abwechslungsreicher als man denkt!!

Wie läuft ein typischer Tag bei Dir ab?

Egal wann der Wecker geht, erstmal bin ich ein wenig quengelig und mag nicht aufstehen. Nach dem ersten Kaffee geht es dann aber meistens. Drei bis vier Mal in der Woche raffe ich mich dann zum Sport auf und fahre danach gegen kurz vor 9 ins Büro. Dort gibt es Kaffe No. 2 und dann begebe ich mich an den Schreibtisch, wo ich auch meistens den ganzen Tag verbringe. Mittags gehe ich meistens mit Kollegen am Rhein essen (yep, ich wohne in Köln!) und bin dabei froh, dass hier wenige typische Juristen arbeiten, sondern alle nett und locker sind 🙂 Zudem bin ich relativ viel unterwegs, bei Gerichtsterminen oder Treffen mit Mandanten, halte Vorträge oder besuche Veranstaltungen – am liebsten natürlich die ALSTERLOGE in Hamburg.

Was machst Du, wenn Du nicht arbeitest?

Zeit mit Freunden verbringen, Sport, zwischen Köln und Zürich (wo mein Freund derzeit lebt) hin und her titschen, das Leben genießen und so viel wie möglich reisen, Karneval feiern und (ganz aktuell, nach dem Motto „einmal und nie wieder:) mich auf den Kölner Halbmarathon vorbereiten.

Was würdest Du tun, wenn es Deinen Job nicht geben würde?

Ich wollte immer Wedding Plannerin werden, weil ich einen unbändigen Organisations- und Kümmerdrang habe. Wahrscheinlich würde ich aber auch so probieren für „Recht und Ordnung“ und vor allem Gerechtigkeit zu kämpfen. Wenn ich eins nicht haben kann, ist es (gefühlte) Ungerechtigkeit.

Was befindet sich auf Deinem Schreibtisch?

Hmmmmm, lass mich mal luuren (wie der Kölner sagt): Ein Telefon, Tastatur und Maus, zwei Flaschen Wasser (einmal mit, einmal ohne Blubb), Kaffeetasse (leider gerade leer), ein buntes Potpourri an Stiften und bunten Klebezetteln, Textmakern und Co., ein Diktiergerät (großartige Erfindung, wenn man – wie ich – so viel besser brabbeln als tippen kann); eine kleine Spielzeug-Giraffe und ein entsprechendes Warzenschwein, das Holstee-Manifesto.

Und was ist in Deinen Schreibtischschubladen?

Heidewitzka, dafür reicht der Platz nicht aus. Ein halber Drogerieladen, alles was man braucht, wenn spontan mal ein Mandant vorbei kommt (wir arbeiten hier oftmals auch in Jeans und Sneakern); noch mehr bunte Klebezettel und Stifte, Tee in allen erdenklichen Sorten und eine Luftpumpe für meinen rückenfreundlichen Wackel-Hocker.

Du bist Expertin für:

Schnelles, manchmal (mich selbst) verwirrendes Denken, den Flurfunk, Fragen zum Thema Mindestlohn (gar nicht so trocken und langweilig wie man bei Jura immer denkt);

Wenn Du könntest- was würdest Du am Liebsten ändern?

Auch wenn es naiv und kindlich klingt, ich würde die Welt gerne gerechter machen. Dafür sorgen, dass belohnt wird, wer sich reinhängt und nicht, wer mit den richtigen Voraussetzungen geboren wird und nichts für den Erfolg tun muss. Ich würde gerne noch mehr soziales Engagement zeigen und würde mir wünschen, dass gerade diejenigen, die Erfolg haben, etwas davon an andere abgeben.

Wütend werde ich immer dann, wenn ich das Gefühl habe, andere (oder ich selbst) werden unfair behandelt, nicht gewertschätzt oder nicht ernst genommen. Da fällt es mir dann schwer, die Klappe zu halten – was ich meistens auch nicht tue.

Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas, was du loswerden möchtest:

Auch wenn es ein wenig „abgedroschen“ klingen mag. Man sollte viel mehr für den guten Zweck und/oder für andere machen. Auch wenn wir oftmals meinen, keine Zeit zu haben, um anderen zu helfen oder uns zu engagieren, empfinde ich es persönlich (wenn ich mir dann die Zeit für diese – eigentlich wichtigen – Dinge nehme) als absolut bereichernd. So bin ich zB letztes Wochenende beim Muddy Angel Lauf, einem Schlamm-Hindernis-Lauf Kira im Matschfür Frauen als Zeichen gegen den Brustkrebs mitgelaufen. Neben dem guten Zweck, hat es auch wahnsinnig Spaß gemacht mit ca. 6.000 Frauen durch den Schlamm zu robben 🙂


Welches Tool versüßt Dir Deine Arbeit? 

Mein heißgeliebtes Diktiergerät und meine tollen bunten Tinten-Stifte, die man wieder wegradieren kann.

Drei Plätze, die Dein Herz berühren:
  1. Am Rheinufer stehend auf den Dom blickend
  2. Der fast 4000m hohe Gipfel des Mount Rinjani auf Lombok (neben Bali) beim Sonnenaufgang morgens um 6 (nach 4 stündigem Erklimmen des Gipfels)
  3. Sonne, Strand und Meer und am liebsten ein Surfbrett unter den Füßen 🙂
Wenn Du ein Tier wärst, was wärst Du?

Hoffentlich eine Giraffe, die haben so schöne Wimpern :-).


Falls Du noch einen Gruß aussprechen möchtest, hier ist Platz dafür:

Kein Gruß, aber ein Dank an Melly, die diese Initiierung der Alsterloge, den Austausch mit großartigen, klugen und inspirierenden Frauen

An wen reichst Du das Zepter nun weiter- wer wird das nächste Mal vorgestellt?

An Irin, die sich meinen Namen gemerkt hat und so bei einem Spiel anlässlich der Alsterloge eine Übernachtung im Hotel gewonnen hat :-).

Vielen Dank für das Interview, liebe Kira!